Der süße kleine Maulwurf

mole-13298_640Jeder Gärtner kennt ihn, liebt ihn, mag ihn: den Maulwurf. Insbesondere dann, wenn er auf der frisch angelegten Grünfläche seine bekannten Häufchen hinterlässt. Tatsächlich, frisch angelegter Grasteppich zieht Maulwürfe magisch an. Warum das so ist, weiß keiner.

Aber jeder Gärtner kann das bestätigen. So macht er in kürzester Frist die viele Arbeit, die eine neue Grasfläche macht, zunichte. Der Ärger des Gärtners über den Maulwurf ist vorprogrammiert. Dabei macht er nichts weiter, als seine tägliche Arbeit. Er lebt davon. Er lebt davon, dass er unterirdisch Gänge gräbt und bei dieser Gelegenheit sich alles Fressbare einverleibt.

So schmackhafte Dinge wie Maulwurfsgrillen, Regenwürmer, Käferlarven und was alles noch so kreucht und fleucht unter der Erde. Wenn es nicht gerade unter dem Grünstreifen wäre, könnte der Gärtner ihn ja noch tolerieren. Denn durch seine Arbeit schafft er Durchlässigkeit im Boden, das Wasser findet besser seinen Weg. Aber die Hügel …

Der Maulwurf ist geschützt

Der Maulwurf steht streng unter Naturschutz. Niemand darf ihm etwas zuleide tun. Deshalb ist Großvaters Methode heutzutage nicht mehr gestattet: Neben einem frisch aufgeworfenen Hügel mit dem Spaten warten und dann … So bleibt dem Gärtner nichts weiter übrig, als den Maulwurf zu vertreiben. Soll er doch bitteschön beim Nachbarn seine allseits beliebten Bauwerke errichten. Dafür gibt es verschiedene Methoden, auch solche, die zugelassen sind.

Nicht zugelassen sind natürlich Methoden wie Fallen oder Rauchpatronen. Für Wühlmäuse hingegen sind diese bestens geeignet. Den Maulwurf stört es offensichtlich, wenn in seiner unmittelbaren Wohnumgebung Geräusche vorhanden sind, die er nicht kennt. Das hat man sich früher zunutze gemacht und beispielsweise kleine Bierflaschen schräg in die zu schützende Fläche eingebuddelt. So, dass sie etwa 1 cm herausragten. Mit etwas Wasser gefüllt geben sie, wenn der Wind darüber streicht, unangenehme Infraschalltöne ab. Der Mensch hört es nicht, der Maulwurf wohl doch.

Technische Mittel helfen

Seitdem die Solarindustrie auch Sonnenkollektoren für mobile Geräte anbietet, boomen Maulwurf- und Wühlmaus-Vertreibungsgeräte. Da sie mit Solarenergie betrieben sind, sind sie vollständig wartungsfrei. Sie erzeugen, je nach Konstruktion, unterschiedliche Töne, die mittels eines langen Stabes direkt in das Erdreich geleitet werden. Das mag der Maulwurf nicht.

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